Ich bin wieder hier….
nach einem kurzen aber sehr schmerzhaftem Aufenthalt in der Uniklinik, bin ich nun wieder hier, in meinem Revier.
Am Dienstag wurde ich operiert, gegen 13 Uhr durfte ich meine LMAA Tablette schlucken und mich für die OP passend anziehen. Also gesagt, getan, Piercings aus, Hemdchen, Thrombosestrümpfe und Netzunterhöschen an und hoffen das die Tablette bald wirkt. Ca. 20 min später wurde ich schon vom Kliniktransportdienst abgeholt und in den MKG OP gebracht. Glücklicherweise wirkte die Tablette schon, den was ich dort sah hätte mich sonst bestimmt sehr ängstlich gestimmt. Ein sehr altes Gebäude, demnach sah auch der OP aus. Nun ja nach einer kurzen aber sehr freundlichen Konversationssession mit der Anästhesistin und dem OP Pflegepersonal lag ich auch schon aufm Tisch und hatte auch schon die Beatmungsmaske vorm Gesicht. Nun ja ich wusste ja nun was mich gleich erwartet, ich hab ja schon selbst oft genug einen Patient in Narkose versetzt. Als ich dann plötzlich ein extremes Brennen in meinem rechten Arm spürte, war mir klar das gerade das Propofol auf dem Weg zu seinem Wirkungsort ist. Ich wusste ja das dieses Medikament brennen tut, aber das es so schlimm ist war mir nicht bewusst. Nach der Aufforderung der netten Anästhesistin noch ein paar kräftige Atemzüge zu tun, gingen auch schon meine Lichter aus, es muss wohl gegen 13.30 Uhr gewesen sein.
Das erste an was ich mich danach wieder erinnern kann ist, das ich durch extremes Husten plötzlich in einem anderen Raum aufwachte. Als ich dann sah wie viel Blut ich aushustete hatte ich aufgrund meiner Gerinnungsstörung schon etwas Angst. Na ja die nette Anästhesistenstimme beruhigte mich und spritzte mir erstmal noch etwas, was mich etwas beruhigte. Ich hatte danach so in Dämmerung einen perfekten Blick auf den Überwachungsmonitor an dem ich angeschlossen war. Es war schon blöd zu wissen was die Werte und Zahlen auf dem Monitor bedeuteten, nachdem der Alarm aufgrund meiner O2Sättigung erklang, hab ich direkt mehr geatmet ohne das man mich dazu auffordern musste. Dann schlief ich allerdings plötzlich wieder ein.
Zu mir kam ich erst wieder im Zimmer, hier war meine erste Frage wie viel Uhr es nun sei. Als Antwort bekam ich 17.30 Uhr. Mhhh 4 Stunden OP ist schon recht lange, dachte ich mir. Nun ja die nächsten 24 Stunden waren die Hölle, ich spuckte eigentlich die ganze Zeit Blut. War laut Aussagen meines Besuchs “Leichenblass”, sah wohl aus als hätte ich min. 2 l Blut verloren. Der Monitor bzw. seine Alarme haben mich die ganze Nacht nicht wirklich einschlafen lassen, sobald ich mal kurz kein Blut spuckte oder die Augen zu machte, kam auch schon der nächste Alarm oder die Blutdruckmanschette pumpte auf.
Am nächsten Morgen, ging es mir glücklicherweise deutlich besser. Die Blutung kam zu stehen, mein Kreislauf regulierte sich wieder selbstständig. Ich konnte mit Hilfe nun zum ersten Mal aufstehen und zur Toilette gehen. Etwas wackelig aber es ging.
Nun mittlerweile bin ich wieder zuhause, sehe zwar immer noch aus wie von einem Panzer überrollt, mit einem extrem geschwollenen und blau/lila/gelb verfärbtem Gesicht aber die Schmerzen lassen langsam nach. Das Essen klappt auch von Tag zu Tag immer besser.
Also ich muss schon sagen für mich war dies schon eine Erfahrung die ich gut für meinen Beruf gebrauchen kann, sonst konnte ich immer nur erahnen wie sich ein frisch operierter Pat., angeschlossen an verschiedenen Geräten fühlt. Nun ja jetzt weiß ich es.
MehrSommer im Krankenhaus
nur noch wenige Tage bleiben mir Zuhause, bevor ich in die Uniklinik Homburg muss. Für mich ist der Weg in eine Klinik aus beruflichen Gründen zwar nicht schlimm, allerdings befinde ich mich diesesmal logischerweiße auf der anderen Seite, nämlich auf der eines Patienten.
Ich hoffe mein Aufenthalt wird nicht all zu lange werden, bei der Hitze würde das wohl eher zu einer Qual werden. Aber was sein muss, muss eben sein. Das einzig possitive an der Sache, ich werde meine Ruhe haben, muss mich nicht durch schnarchende Nachbarn nerven lassen und werde nur von Speziallisten behandelt.
Drückt mir die Daumen, das alles glatt geht. Wer mich besuchen möchte dem stehen selbstverständlich alle Türen offen. Ich habe alle nötigen Kommunikationsmittel dabei (MacBook,iPad,iPhone) also einfach schreiben, dann teile ich euch mit in welchem Gebäude, auf welcher Station ich liege.
Bis dann,
Euer Falco
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| 28 | Chief Operating Officer | Chefredakteur | Apple Geek | Blogger | Nerd 





































































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