Hey Leute,
heute ist nun der 2. Tag nach meiner OP am Donnerstag. Bis gestern ging es mir noch ziemlich schlecht, irgendwie bekommen mir diese Vollnarkosen nicht so gut, wobei dieses mal hab ich sie noch am besten vertragen. Froh bin ich aber das es mir nun heute etwas besser geht.
Ich atme zwar immer noch durch 2 Plastikröhrchen in meiner Nase und bluten tu ich trotz meiner täglichen Gerinnungsmedikamenten Dosis immer noch aber allgemein geht es mir besser. Im Moment warte ich gerade gespannt auf den Prof. der mich hoffentlich bald untersucht und erneut nasal absaugt, dies ist zwar unangenehm aber das einzige was mir zur Zeit echte Linderung verschafft.
Man kann sich echt nicht vorstellen was für einen Rattenschwanz so eine OP nach sich zieht. Mein komplettes Gesicht ist angeschwollen, Blut und Sekret läuft nicht nur über meine Nase ab sondern auch durch meine Augen. Da meine Nase die beiden Plastikröhrchen als Fremdkörper Abstosen will bin ich eigentlich den ganzen Tag nur am Niesen und das tut jedes mal höllisch weh und ist zugleich gefährlich weil ich jedes mal darauf achten muss meinen Mund dabei immer soweit wie möglich geöffnet zu halten um dabei keinerlei Druck auf meine Nase und die Silikonplättchen darin auszuüben.
Am Montag werden immerhin die 2 Röhrchen entfernt und einige Tage drauf dann auch die Silikonplättchen. Ich bin mal gespannt wie das noch weiter geht.
Drückt mir auf jeden Fall weiterhin die Daumen das ich nicht all zu lange hier in der Klinik bleiben muss.
MehrHey Leute,
heute genieße ich meinen letzten Tag in Freiheit, den morgen muss ich erneut in die Uniklinik nach Homburg. In wenigen Minuten erfahre ich wann ich auf dem OP-Plan stehe und wann ich spätestens in der Klinik auftauchen muss. Ich schätze mal recht früh. Eine Sache unterscheidet sich allerdings von meinen letzten OP’s, dieses mal bin ich sehr beunruhigt, meine Blutgerinnungswerte waren ziemlich schlecht, daher muss ich erstmals schon im voraus ein Gerinnungsmedikament einnehmen. Die Ärzte hoffen das sich so die Blutungskomplikationen auf ein Minimum reduzieren lassen, den die OP lässt sich leider nicht noch länger verschieben.
Ich werde mich sicher während meines Klinikaufenthaltes das ein oder andere Mal zu Wort melden. Auch bei Twitter werde ich sicher morgen vor der OP und dann sobald ich wieder Fit bin, aktiv sein. Ich hoffe dieses mal geht von Anfang an alles gut.
Drückt mir die Daumen.
nach einem kurzen aber sehr schmerzhaftem Aufenthalt in der Uniklinik, bin ich nun wieder hier, in meinem Revier.
Am Dienstag wurde ich operiert, gegen 13 Uhr durfte ich meine LMAA Tablette schlucken und mich für die OP passend anziehen. Also gesagt, getan, Piercings aus, Hemdchen, Thrombosestrümpfe und Netzunterhöschen an und hoffen das die Tablette bald wirkt. Ca. 20 min später wurde ich schon vom Kliniktransportdienst abgeholt und in den MKG OP gebracht. Glücklicherweise wirkte die Tablette schon, den was ich dort sah hätte mich sonst bestimmt sehr ängstlich gestimmt. Ein sehr altes Gebäude, demnach sah auch der OP aus. Nun ja nach einer kurzen aber sehr freundlichen Konversationssession mit der Anästhesistin und dem OP Pflegepersonal lag ich auch schon aufm Tisch und hatte auch schon die Beatmungsmaske vorm Gesicht. Nun ja ich wusste ja nun was mich gleich erwartet, ich hab ja schon selbst oft genug einen Patient in Narkose versetzt. Als ich dann plötzlich ein extremes Brennen in meinem rechten Arm spürte, war mir klar das gerade das Propofol auf dem Weg zu seinem Wirkungsort ist. Ich wusste ja das dieses Medikament brennen tut, aber das es so schlimm ist war mir nicht bewusst. Nach der Aufforderung der netten Anästhesistin noch ein paar kräftige Atemzüge zu tun, gingen auch schon meine Lichter aus, es muss wohl gegen 13.30 Uhr gewesen sein.
Das erste an was ich mich danach wieder erinnern kann ist, das ich durch extremes Husten plötzlich in einem anderen Raum aufwachte. Als ich dann sah wie viel Blut ich aushustete hatte ich aufgrund meiner Gerinnungsstörung schon etwas Angst. Na ja die nette Anästhesistenstimme beruhigte mich und spritzte mir erstmal noch etwas, was mich etwas beruhigte. Ich hatte danach so in Dämmerung einen perfekten Blick auf den Überwachungsmonitor an dem ich angeschlossen war. Es war schon blöd zu wissen was die Werte und Zahlen auf dem Monitor bedeuteten, nachdem der Alarm aufgrund meiner O2Sättigung erklang, hab ich direkt mehr geatmet ohne das man mich dazu auffordern musste. Dann schlief ich allerdings plötzlich wieder ein.
Zu mir kam ich erst wieder im Zimmer, hier war meine erste Frage wie viel Uhr es nun sei. Als Antwort bekam ich 17.30 Uhr. Mhhh 4 Stunden OP ist schon recht lange, dachte ich mir. Nun ja die nächsten 24 Stunden waren die Hölle, ich spuckte eigentlich die ganze Zeit Blut. War laut Aussagen meines Besuchs “Leichenblass”, sah wohl aus als hätte ich min. 2 l Blut verloren. Der Monitor bzw. seine Alarme haben mich die ganze Nacht nicht wirklich einschlafen lassen, sobald ich mal kurz kein Blut spuckte oder die Augen zu machte, kam auch schon der nächste Alarm oder die Blutdruckmanschette pumpte auf.
Am nächsten Morgen, ging es mir glücklicherweise deutlich besser. Die Blutung kam zu stehen, mein Kreislauf regulierte sich wieder selbstständig. Ich konnte mit Hilfe nun zum ersten Mal aufstehen und zur Toilette gehen. Etwas wackelig aber es ging.
Nun mittlerweile bin ich wieder zuhause, sehe zwar immer noch aus wie von einem Panzer überrollt, mit einem extrem geschwollenen und blau/lila/gelb verfärbtem Gesicht aber die Schmerzen lassen langsam nach. Das Essen klappt auch von Tag zu Tag immer besser.
Also ich muss schon sagen für mich war dies schon eine Erfahrung die ich gut für meinen Beruf gebrauchen kann, sonst konnte ich immer nur erahnen wie sich ein frisch operierter Pat., angeschlossen an verschiedenen Geräten fühlt. Nun ja jetzt weiß ich es.
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